Garantiebetrug - ein unterschätztes Delikt
Garantiebetrug verursacht weltweit Schäden in Milliardenhöhe, Tendenz zunehmend. Man schätzt die damit verbundenen Einnahmeverluste vieler Unternehmen auf jährlich bis zu fünf Prozent. Die verstärkte Abwicklung der Garantieansprüche über das Internet und Call Center verstärkt diesen Trend, da Betrüger mit gestohlenen oder gefälschten Daten unrechtmäßig Garantieleistungen erschleichen können.
Experten verweisen darauf, dass gewiefte Garantiebetrüger genau wissen, wie sie Schwachstellen in Service-Prozessen ausnutzen lassen, ohne auffällige Spuren zu hinterlassen. Unternehmen sollten also gründlich prüfen, inwieweit sie von Garantiebetrug betroffen sind. Noch schwieriger gestalten sich die Täterermittlung und das Sammeln gerichtsverwertbarer Beweise.
Daher rät Jörn Weber, Kriminalhauptkommissar a.D. und Geschäftsführer der auf die Aufklärung von Betrugsdelikten spezialisierten corma GmbH, Garantiebetrug möglichst schon im Frühstadium zu erkennen.
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Kostenloses Webinar zum Thema Garantiebetrug
Wann: 25. April, 2012 16:00 - 17:00 Uhr Melden Sie sich hier an. Das Thema: "Garantiebetrug — wie Unternehmen ihre Risiken analysieren, Täter stoppen und finanzielle Schäden vermeiden" Dieses Webinar zeigt Wege auf, die Risiken für Garantiebetrug und mögliche Schwachstellen in Geschäftsprozessen genau zu untersuchen. Teilnehmer erfahren, welche spezifischen Muster mögliche Täter bei ihrer Vorgehensweise zwangsläufig hinterlassen und wie diese sichtbar gemacht werden können. Ferner vermittelt das Webinar, wie man mit Hilfe von Audits beim Service-Provider prüft, ob hinter bestimmten Auffälligkeiten tatsächlich betrügerische Transaktionen oder andere Ursachen stehen.
Anmeldung: https://www3.gotomeeting.com/register/425494454 Typische Muster für Garantiebetrug
Garantiebetrug erfolgt durch Vertriebs- oder Service-Partner genauso wie durch Endkunden, also Firmenkunden oder Endverbraucher. Beim Elektronik-Konzern Toshiba waren Mitarbeiter eines Service-Centers in Garantiebetrug verwickelt. Die Ermittler erkannten Auffälligkeiten in den Garantiedaten und beobachteten, dass Mitarbeiter des Partners über 60 Prozent der von ihnen bei Toshiba deklarierten Gewährleistungsfälle innerhalb von zwei Tagen bearbeiteten, während alle anderen Partner deutlich mehr Zeit benötigten. Letztlich kam heraus, dass die Betrüger Endkunden und Ansprüche zu zahlreichen Garantiefällen frei erfunden hatten.
Sekundäre Schäden übertreffen PrimärschädenNicht selten übertreffen Folgeschäden derartiger Betrugsdelikte die ursprünglichen Schäden um ein Mehrfaches, etwa wenn erschwindelte Produkte über anonyme Internet-Plattformen weiterverkauft werden. Dies schadet nicht nur dem Absatz und der Preisgestaltung des betroffenen Anbieters, sondern auch dem Image, denn die Zeche zahlt am Ende zwangsläufig der ehrliche Kunde.
Ihr Ansprechpartner bei allen Fragen: E-mail: bm@corma.de Internet: http://corma.de |

